Am Abend traf sich unsere Gruppe zunächst in der Hotellobby, bevor wir gemeinsam in den Speisesaal gingen. Für uns war ein traditionelles, zehngängiges chinesischesMenü vorbereitet. Die Gerichte wurden auf Tellern und Schüsseln in der Mitte des Tisches serviert und auf einer Drehscheibe platziert, sodass jeder von allem probieren konnte.
Die Vielfalt war beeindruckend: Salat, Fisch, Hühnersuppe, verschiedene Fleischgerichte, gefüllte Muscheln mit würziger Note, Pilze, eine Art Pastete sowie eine Suppe, die aus Enten- oder Gänseblut zubereitet war. Letztere habe ich ausgelassen, während andere in der Gruppe sie durchaus mochten. Auffällig war, dass der Reis erst relativ spät serviert wurde – die ersten Gänge wurden ohne Beilage probiert. Zum Abschluss gab es ein kleines Brötchen mit Pilzfüllung und Ananas sowie frisches Obst wie Drachenfrucht und verschiedene Melonensorten. Begleitet wurde das Essen von regelmäßig nachgeschenktem Wasser und einem Tee, der geschmacklich an Malzkaffee erinnerte. Insgesamt war es ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Mahl und spannend zu erleben, wie unterschiedlich die Esskultur ist.
Auch das Hotel selbst hinterließ Eindruck. Es wirkt fast wie eine kleine Burganlage: langgezogen, mit einer hohen Zufahrtsmauer und einem Portier, der das Gepäck aufnahm. Die Anlage verfügt über einen beleuchteten Garten, ein Schwimmbad, einen Fitnessbereich, Minigolf sowie einen Spa-Bereich. Die Zimmer sind großzügig geschnitten, mit einem sehr breiten Bett – deutlich größer als ein normales Doppelbett – und einem modernen Badezimmer mit Badewanne und Dusche. Etwas ungewohnt war die Mischarmatur mit nur einem Drehknopf für viel oder wenig Wasser, bei der sich die Wassertemperatur erst nach kurzer Zeit einstellte, doch das Warten lohnte sich: die Dusche war perfekt. Zusätzlich gab es einen großen Wandschrank mit Bügelmöglichkeiten. Kurios: Neben dem Bügeleisen befinden sich zwei Gasmasken im Kleiderschrank.
Alles in allem war der erste Eindruck vom Hotel ausgesprochen positiv – ein komfortabler Ausgangspunkt für die kommenden Tage.












2 Kommentare zu „07.09.2025 Essen und Hotel“
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Wann kommt endlich der Reis?!
Reis ist die „Hauptspeise“ (主食) – wenn die „Vorspeisen“ nicht ausgereicht haben, dann wird noch Reis serviert. Tja, und wenn man als Gast in China ist, will sich ein Gastgeber nicht kleinlich zeigen und es gibt viel „Vorspeisen“. Und nun kommen die Ausländer und fragen nach Reis?!Die Suppe ist die letzte „Speise“ – meist eher dünn und wenig Geschmack, um etwas Leichtigkeit in die Fülle des Magens zu bringen.
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Ja, es ergibt durchaus Sinn, mit den lokalen Sitten und Gebräuchen vertraut zu sein. Jetzt verstehe ich es, vielen Dank für die Erklärung. Wahrscheinlich gewöhnt man sich mit der Zeit auch an die vielen Vorspeisen ohne Reis. Vielleicht ist es tatsächlich die Kombination aus der deutschen Gewohnheit, möglichst den Teller leerzuessen, dem damit verbundenen Völlegefühl und dem Wunsch des Gastgebers, dass die vielfältigen Vorspeisen doch reichen mögen, die einen kleinen Zielkonflikt entstehen lässt. 🙂
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